Neun Katastralgemeinden, eine Stadt
Seit 2015 besteht die Stadtgemeinde aus neun Katastralgemeinden. Der Stadtkern mit Hauptplatz, Rathaus und 19 Denkmälern ist nur eine davon. Größter Ortsteil außerhalb ist Kaindorf an der Sulm mit 2.634 Einwohnern, die größte Fläche hat Seggauberg mit Schloss Seggau und dem Frauenberg. In den Hügeln im Westen und Süden liegen kleine Ortschaften wie Kogelberg, Schönegg oder Oberlupitscheni, in denen es mehr Wald und Weingärten als Häuser gibt und die seit Jahren Einwohner verlieren, während die Kernstadt seit 2001 um 40 Prozent gewachsen ist. Partnerstädte von Leibnitz sind Gumpoldskirchen in Niederösterreich sowie Mira und Fiumicello in Italien.
Lage und Verkehr
Graz liegt rund 33 Kilometer nördlich, die zweitgrößte Stadt des Landes ist mit dem Auto über die A9 in rund 35 Minuten erreichbar. Mit dem Zug dauert es nicht länger: Vom Bahnhof Leibnitz fährt die S-Bahn-Linie S1 täglich im Halbstundentakt in 36 Minuten zum Grazer Hauptbahnhof, dazu kommt stündlich ein Intercity oder Interregio, der rund 28 Minuten braucht.
Nachbargemeinden
- Ehrenhausen an der Weinstraße2.465 Einwohner
- Gamlitz3.114 Einwohner
- Gralla2.996 Einwohner
- Heimschuh1.988 Einwohner
- Tillmitsch4.014 Einwohner
- Wagna6.613 Einwohner
Die neun Katastralgemeinden
Einwohner: Statistik Austria, Stand 1.1.2026, über regionalinfo.at
Arbeit und Wirtschaft
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in der Stadtgemeinde 1.483 Arbeitsstätten mit 7.979 Beschäftigten, mehr als drei Viertel davon im Dienstleistungsbereich. Geschäfte konzentrieren sich am Hauptplatz und im Norden der Stadt mit den Einkaufszentren EKZ Weinland und FMZ basta. Industriegeschichte hat Kaindorf: In der 1894/95 gebauten Baumwollspinnerei gießt die Karl Fink GmbH heute mit 180 Beschäftigten unter anderem Teile für die Autoindustrie. Der Wein kommt aus den Hügeln, am Kogelberg mit 28 Hektar Reben und dem Landesweingut Silberberg, das seit 1896 Winzer ausbildet. Wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, steht unter Arbeitsmarkt Leibnitz.
Schulen
Leibnitz hat vier Volksschulen: die Volksschule I in der Lastenstraße, die Volksschule Linden, die Volksschule Kaindorf und die Volksschule Frauenberg. Dazu kommen zwei Mittelschulen, die Polytechnische Schule, das BG/BRG und die Handelsakademie und Handelsschule. Die HTBLA Kaindorf besuchen rund 960 Schülerinnen und Schüler, unterrichtet werden Informatik, Automatisierung, Mechatronik, Robotik und seit 2026 Cyber Security. Wein- und Obstbau lernt man an der Fachschule Silberberg. Alle Schulen im Überblick stehen unter Schulen in Leibnitz.
Freizeit
Im Sommer baden die Leibnitzer im Städtischen Bad an der Sulm oder am Sulmsee unter dem Seggauberg. Frei zugänglich sind die Kreuzkogelwarte auf 498 Metern mit Blick bis zu den Steiner Alpen, der Landschaftspark am Grottenhof und der Museumspark am Frauenberg, wo das Tempelmuseum von April bis Oktober geöffnet hat. In der Stadt zeigt das Dieselkino aktuelle Filme, der Verein LeibnitzKULT bespielt die Galerie Marenzi und das Alte Kino.
Essen gehen
Vier Lokale der Stadt tragen Hauben von Gault&Millau: das Wirtshaus Kogel 3 und das Winzerhaus Kogelberg am Kogelberg je zwei, das Restaurant im Hotel Staribacher am Grottenhof und die Alte Post je eine. Wer lieber in den Weingärten sitzt, findet die Adressen unter Buschenschänke in Leibnitz, für den Vormittag gibt es Frühstücken in Leibnitz.
Alle Restaurants in Leibnitz im Überblick →