Sehenswürdigkeiten in Leibnitz
Leibnitz trägt seine Geschichte offen: römische Mauern auf den Hügeln, ein barocker Hauptplatz im Tal und ringsum die Weinberge der Südsteiermark. Wer einen Tag in der Stadt verbringt, kommt von der Antike bis zum Buschenschank weit herum - hier die lohnendsten Stationen.
Der Hauptplatz
Das Herz der Stadt ist der lang gestreckte Hauptplatz mit seinen Bürgerhäusern, Arkaden und Gastgärten. An seiner Ostseite steht die barocke Stadtpfarrkirche St. Jakobus, dazu prägen die Mariensäule und das ehemalige Kapuzinerkloster das Ensemble. Der Platz ist autoberuhigt und Bühne für Märkte, das Stadtfest und das Adventdorf - ein guter Startpunkt für jeden Rundgang.
Auf den Spuren der Römer
Leibnitz war in der Antike ein bedeutendes Zentrum. Südlich, in Wagna, lag die Römerstadt Flavia Solva - die einzige römische Stadt der heutigen Steiermark. Das Ausgrabungsgelände und das Römermuseum Flavia Solva machen das Leben vor rund 2.000 Jahren greifbar.
Auf dem Frauenberg über der Stadt liegt das Tempelmuseum Frauenberg: Hier wurden die Fundamente eines römischen Isis-Noreia-Tempels freigelegt, die als das älteste freistehende Mauerwerk der Steiermark gelten. Der Museumspark ist ganzjährig frei zugänglich.
Wallfahrtskirche Frauenberg
Gleich neben dem Tempelmuseum thront die Wallfahrtskirche Maria Frauenberg auf 381 Metern - ein Aussichtsbalkon über die Sulmebene, nur rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt. Der Hügel ist seit der Jungsteinzeit besiedelt; die heutige Kirche wurde nach einem Brand unter Bischof Martin Brenner wiederaufgebaut und 1609 geweiht. Sehenswert sind die Fresken von Vater und Sohn Sattler und die Werner-Orgel von 1741.
Schloss Seggau
Am bewaldeten Seggauberg liegt Schloss Seggau, im 12. Jahrhundert von den Salzburger Erzbischöfen gegründet und später bischöflicher Sommersitz. Bei einer Führung sehen Sie den Schlosshof mit seinen römischen Steindenkmälern, die Schlosskapelle und den über 300 Jahre alten bischöflichen Weinkeller. Von der Terrasse reicht der Blick weit über die Weinberge.
Museen in der Stadt
Auch im Tal lohnt der Museumsbesuch: Das Stadtmuseum im Rathaus erzählt die Geschichte der Stadt, das Regioneum am Grottenhof führt durch die Mythen der Region und das Kleine Sanitärmuseum zeigt die Kulturgeschichte des Badezimmers. Ein Überblick mit Öffnungszeiten und Preisen findet sich auf der Seite zu den Museen in Leibnitz.
Weinberge, Natur und Aussicht
Rund um Leibnitz beginnt die Südsteirische Weinstraße mit ihren Rebhängen, Kellergassen und dem Klapotetz, dem klappernden Windrad, das zum Wahrzeichen der Region geworden ist. Im Naturpark Südsteiermark mit dem Besucherzentrum Grottenhof lässt sich die Landschaft erwandern. Wer den Weitblick sucht, geht den Weinlehrpfad der Weinbauschule Silberberg hinauf bis zur Kreuzkogel-Aussichtswarte.
Zum Ausklang locken die typisch südsteirischen Buschenschänken mit Brettljause und eigenem Wein - oder eine Radtour auf einer der schönsten Routen rund um Leibnitz.
Für Familien
An heißen Tagen ist das Städtische Bad mit Erlebnis- und Sulmflussbad die erste Adresse - mit Rutschen, Minigolf und Campingplatz direkt nebenan. Weitere Tipps für die freie Zeit gibt es im Freizeit-Guide für Leibnitz.
Häufige Fragen
Was kann man in Leibnitz anschauen?
Den barocken Hauptplatz mit Stadtpfarrkirche und Mariensäule, das römische Flavia Solva und das Tempelmuseum Frauenberg, die Wallfahrtskirche Frauenberg, Schloss Seggau sowie die Museen der Stadt. Rundherum laden die Südsteirische Weinstraße und der Naturpark Südsteiermark zum Verweilen ein.
Was ist das älteste Bauwerk in Leibnitz?
Die freigelegten Fundamente des römischen Isis-Noreia-Tempels am Frauenberg gelten als das älteste freistehende Mauerwerk der Steiermark. Sie sind heute Teil des Tempelmuseums Frauenberg.
Wie kommt man zum Frauenberg?
Der Frauenberg liegt rund zwei Kilometer vom Zentrum entfernt auf 381 Metern. Er ist zu Fuß über den Pilgerweg oder mit dem Auto erreichbar; oben warten Wallfahrtskirche, Tempelmuseum und ein weiter Blick über die Sulmebene.
Lohnt sich Schloss Seggau?
Ja - das Schloss aus dem 12. Jahrhundert bietet Führungen durch Schlosshof, Kapelle und den über 300 Jahre alten Weinkeller, dazu einen großartigen Ausblick über die Weinberge. Details auf der Seite zu Schloss Seggau.
Was kann man bei Regen in Leibnitz machen?
Die Museen der Stadt (Stadtmuseum, Regioneum, Sanitärmuseum), das Römermuseum Flavia Solva sowie das Dieselkino sind gute Schlechtwetter-Ziele. Auch eine Weinverkostung im Buschenschank funktioniert bei jedem Wetter.
Stand: Juni 2026 · Angaben ohne Gewähr - Öffnungszeiten und Führungstermine ändern sich, bitte vor dem Besuch direkt bei der jeweiligen Einrichtung bestätigen.