Grundstückspreise in Leibnitz
Ein Quadratmeter Baugrund kostet im Bezirk Leibnitz im Schnitt 69,70 Euro, um 7,8 Prozent weniger als in der vorigen Auswertung. Es ist der erste Rückgang seit 2016. Am teuersten sind Leibnitz und Wagna mit je 132,70 Euro, am günstigsten Arnfels, Oberhaag und Sankt Johann im Saggautal mit 40,80 Euro.
- Bezirk Leibnitz
- 69,70 € je m²
- Am teuersten
- Leibnitz und Wagna: 132,70 €
- Am günstigsten
- Arnfels, Oberhaag und Sankt Johann im Saggautal: 40,80 €
- Datenbasis
- Verkäufe 2021 bis 2025, Statistik Austria
Baugrund in allen 29 Gemeinden
Die Werte stammen aus den Immobilien-Durchschnittspreisen, die Statistik Austria am 28. Mai 2026 veröffentlicht hat. Grundlage sind Kaufverträge aus dem Grundbuch, mit denen Privatpersonen zwischen 2021 und 2025 ein unbebautes Grundstück gekauft und anschließend bebaut haben, hochgerechnet auf das Preisniveau 2025.
Als Rechengröße für den Gesamtpreis dienen 800 m². Das entspricht einem kleineren Einfamilienhausgrund: Ein Drittel der Häuser, die von 2021 bis 2025 im Bezirk verkauft wurden, steht auf weniger als 870 m² Grund, ein weiteres Drittel auf mehr als 1.240 m².
| Gemeinde | € je m² 2021-25 | 2020-24 | Veränderung | 800 m² kosten |
|---|---|---|---|---|
| Leibnitzgemeinsam mit Wagna | 132,70 | 165,30 | -19,7 % | 106.160 € |
| Wagnagemeinsam mit Leibnitz | 132,70 | 151,50 | -12,4 % | 106.160 € |
| Hengsberg | 110,50 | 126,70 | -12,8 % | 88.400 € |
| Wildon | 106,30 | 128,40 | -17,2 % | 85.040 € |
| Gralla | 102,70 | 112,00 | -8,3 % | 82.160 € |
| Empersdorf | 100,10 | 106,80 | -6,3 % | 80.080 € |
| Tillmitsch | 99,90 | 119,50 | -16,4 % | 79.920 € |
| Lang | 88,40 | 97,20 | -9,1 % | 70.720 € |
| Lebring-Sankt Margarethen | 67,30 | 74,90 | -10,1 % | 53.840 € |
| Straß in Steiermark | 60,70 | 62,50 | -2,9 % | 48.560 € |
| Heimschuh | 60,20 | 66,50 | -9,5 % | 48.160 € |
| Heiligenkreuz am Waasen | 59,40 | 63,00 | -5,7 % | 47.520 € |
| Ehrenhausen an der Weinstraßegemeinsam mit Gamlitz | 57,30 | 63,60 | -9,9 % | 45.840 € |
| Gamlitzgemeinsam mit Ehrenhausen an der Weinstraße | 57,30 | 63,60 | -9,9 % | 45.840 € |
| Allerheiligen bei Wildongemeinsam mit Ragnitz und Sankt Georgen an der Stiefing | 54,00 | 56,90 | -5,1 % | 43.200 € |
| Ragnitzgemeinsam mit Allerheiligen bei Wildon und Sankt Georgen an der Stiefing | 54,00 | 56,90 | -5,1 % | 43.200 € |
| Sankt Georgen an der Stiefinggemeinsam mit Allerheiligen bei Wildon und Ragnitz | 54,00 | 56,90 | -5,1 % | 43.200 € |
| Sankt Nikolai im Sausal | 53,80 | 72,20 | -25,5 % | 43.040 € |
| Gleinstättengemeinsam mit Kitzeck im Sausal und Sankt Andrä-Höch | 52,10 | 57,90 | -10,0 % | 41.680 € |
| Kitzeck im Sausalgemeinsam mit Gleinstätten und Sankt Andrä-Höch | 52,10 | 57,90 | -10,0 % | 41.680 € |
| Sankt Andrä-Höchgemeinsam mit Gleinstätten und Kitzeck im Sausal | 52,10 | 57,90 | -10,0 % | 41.680 € |
| Großklein | 52,00 | 53,00 | -1,9 % | 41.600 € |
| Leutschach an der Weinstraße | 46,10 | 49,90 | -7,6 % | 36.880 € |
| Gabersdorfgemeinsam mit Schwarzautal | 43,20 | 43,50 | -0,7 % | 34.560 € |
| Schwarzautalgemeinsam mit Gabersdorf | 43,20 | 43,50 | -0,7 % | 34.560 € |
| Sankt Veit in der Südsteiermark | 42,00 | 48,30 | -13,0 % | 33.600 € |
| Arnfelsgemeinsam mit Oberhaag und Sankt Johann im Saggautal | 40,80 | 41,80 | -2,4 % | 32.640 € |
| Oberhaaggemeinsam mit Arnfels und Sankt Johann im Saggautal | 40,80 | 41,80 | -2,4 % | 32.640 € |
| Sankt Johann im Saggautalgemeinsam mit Arnfels und Oberhaag | 40,80 | 41,80 | -2,4 % | 32.640 € |
| Bezirk Leibnitz | 69,70 | 75,60 | -7,8 % | 55.760 € |
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise für Baugrundstücke, Tabellen 2025 und 2024, geometrische Mittel. Gemeinden mit dem Zusatz „gemeinsam mit“ hat Statistik Austria wegen zu weniger Verkäufe als Gruppe ausgewertet. Leibnitz umfasst seit 2015 auch Kaindorf an der Sulm und Seggauberg.
In keiner der 29 Gemeinden liegt der Wert über dem der Vorperiode.
Am stärksten nachgegeben hat Sankt Nikolai im Sausal mit -25,5 %, dazu drei der bisher teuersten Gemeinden: Wildon (-17,2 %), Tillmitsch (-16,4 %) und Hengsberg (-12,8 %). Kaum bewegt hat sich der Wert dort, wo Baugrund ohnehin am wenigsten kostet: Gabersdorf und Schwarzautal liegen 0,7 Prozent unter der Vorperiode, Arnfels, Oberhaag und Sankt Johann im Saggautal 2,4 Prozent.
Den Rückgang in der Stadt Leibnitz von 165,30 auf 132,70 Euro sollten Sie nicht als Preissturz lesen. In der Vorperiode standen Leibnitz und Wagna getrennt in der Tabelle, jetzt tragen beide auf die Kommastelle denselben Wert - das Kennzeichen einer gemeinsam ausgewerteten Gruppe. Der neue Wert mischt also die Verkäufe beider Gemeinden, und Wagna lag zuvor 13,80 Euro unter Leibnitz.
Teurer Baugrund und wachsende Gemeinden gehen im Bezirk auffällig oft zusammen. Die Landesstatistik hat die Bevölkerungsentwicklung 2016 bis 2026 jeder steirischen Gemeinde dem Quadratmeterpreis gegenübergestellt: Im Bezirk Leibnitz ergibt das einen Korrelationswert von 0,61, steiermarkweit nur 0,38 - zusammen mit Voitsberg (0,79) und Leoben (0,49) einer der engsten Zusammenhänge im Land. Mit der Steuerkraft der Gemeinden hat der Preis im Bezirk dagegen nichts zu tun, der Wert liegt bei 0,09 (Land Steiermark, Abteilung 17).
Wie sich die Preise seit 2016 entwickelt haben
2016 wies Statistik Austria für den Bezirk 44,60 Euro je Quadratmeter aus, 2024 waren es 75,60 Euro - ein Plus von 69,5 Prozent. Den größten Sprung machte der Wert zwischen 2021 und 2022, von 58,30 auf 68,00 Euro. Mit der Tabelle 2025 ist er zum ersten Mal gesunken. Gegenüber 2016 bleibt ein Plus von 56,3 Prozent.
Prozentuell haben die günstigen Gemeinden stärker zugelegt als die Stadt. In Leutschach an der Weinstraße stieg der Wert von 25,30 auf 46,10 Euro, ein Plus von 82 Prozent. In der Stadt Leibnitz stieg er von 87,70 auf 132,70 Euro, um 51 Prozent - und der letzte Wert ist bereits die gemeinsame Auswertung mit Wagna.
Österreichweit zeigt die Kurve in die andere Richtung. Laut der Pressemitteilung von Statistik Austria stieg der Preis für bebaubare Grundstücke 2025 in Österreich auf 135 Euro und in der Steiermark auf 90 Euro je Quadratmeter, in mehreren Bundesländern auf einen Höchststand. Diese Jahreswerte stammen aus einer Sonderauswertung mit eigener Methode und lassen sich mit den 69,70 Euro des Bezirks nicht direkt vergleichen. Vergleichbar sind aber die Bezirke untereinander: In 8 der 13 steirischen Bezirke ist der Wert gestiegen, am stärksten in Leoben (+26,3 %). Einen größeren Rückgang als Leibnitz hatte nur Liezen (-8,0 %).
| Bezirk | € je m² 2021-25 | 2020-24 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Graz | 430,30 | 361,50 | +19,0 % |
| Graz-Umgebung | 132,00 | 131,10 | +0,7 % |
| Liezen | 109,80 | 119,40 | -8,0 % |
| Leoben | 83,50 | 66,10 | +26,3 % |
| Murtal | 83,00 | 77,10 | +7,7 % |
| Bruck-Mürzzuschlag | 79,00 | 68,90 | +14,7 % |
| Leibnitz | 69,70 | 75,60 | -7,8 % |
| Weiz | 68,00 | 55,90 | +21,6 % |
| Deutschlandsberg | 64,90 | 65,40 | -0,8 % |
| Voitsberg | 60,90 | 65,10 | -6,5 % |
| Murau | 56,50 | 55,30 | +2,2 % |
| Hartberg-Fürstenfeld | 39,70 | 39,10 | +1,5 % |
| Südoststeiermark | 35,70 | 37,80 | -5,6 % |
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise für Baugrundstücke, Bezirksdurchschnitte der Tabellen 2025 und 2024.
Wie Statistik Austria die Werte berechnet
Die Zahlen sind keine Angebotspreise aus Inseraten, sondern bezahlte Preise aus den Kaufverträgen im Grundbuch. Gezählt werden nur Käufe privater Haushalte, Geschäfte zu Freundschaftspreisen oder mit geförderten Preisen bleiben nach Möglichkeit draußen. Als Baugrundstück gilt ein unbebautes Grundstück, auf dem nach dem Kauf gebaut wurde - erkennbar im Gebäude- und Wohnungsregister. Die Widmung zum Zeitpunkt des Kaufs spielt bei der Auswahl keine Rolle.
Jede Tabelle fasst die Verkäufe von fünf Jahren zusammen und rechnet ältere Kaufpreise mit einem Regressionsmodell auf das Preisniveau des letzten Jahres hoch. Statt des einfachen Durchschnitts verwendet Statistik Austria das geometrische Mittel, damit wenige sehr teure Verkäufe den Wert nicht nach oben ziehen. Warum der Fünfjahresschnitt nötig ist, zeigt der Median der Einzeljahre, den Statistik Austria gesondert ausweist: Im Bezirk Leibnitz lag er 2022 bei 80,00 Euro, 2023 bei 55,60 Euro und 2024 wieder bei 81,70 Euro je Quadratmeter. 2025 waren es 80,60 Euro.
Gibt es in einer Gemeinde zu wenige Verkäufe, bildet Statistik Austria Gruppen aus Nachbargemeinden und weist für alle denselben Wert aus. Im Bezirk Leibnitz betrifft das in der aktuellen Tabelle 15 der 29 Gemeinden in 6 Gruppen. Die Gruppen wechseln, und das erzeugt Sprünge, die aus der Zusammensetzung kommen: Allerheiligen bei Wildon teilte sich 2023 den Wert mit Wildon (119,10 Euro), ein Jahr später mit Ragnitz und Sankt Georgen an der Stiefing (56,90 Euro). Auf dem Papier ein Minus von mehr als der Hälfte.
Das erklärt auch, warum im Netz andere Zahlen stehen. Das Portal grundstueckspreise.at nennt für den Bezirk 76 Euro und für die Stadt Leibnitz 165 Euro je Quadratmeter, jeweils unter der Jahreszahl 2026. Das sind die Werte der Tabelle mit Verkäufen von 2020 bis 2024; als Datenquelle gibt das Portal Statistik Austria 2016 bis 2024 an. Auch die dort ausgewiesenen 52,2 Prozent Minus für Allerheiligen bei Wildon gehen auf den Gruppenwechsel zurück.
Für ein einzelnes Grundstück ersetzt der Gemeindewert keine Bewertung. Hanglage, Zufahrt, Zuschnitt, Größe und vor allem die Widmung entscheiden, ob ein Grund über oder unter dem Schnitt seiner Gemeinde liegt.
Was zum Kaufpreis dazukommt
Grunderwerbsteuer, Grundbuchsgebühr und eine allfällige Maklerprovision bemessen sich am Kaufpreis. Für 800 m² in Leibnitz oder Wagna zum Gemeindewert von 132,70 Euro ergibt das:
| Posten | Satz | Betrag |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 800 m² × 132,70 € | 106.160,00 € |
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % vom Kaufpreis | 3.715,60 € |
| Eintragung ins Grundbuch | 1,1 % vom Kaufpreis | 1.167,76 € |
| Maklerprovision, falls vermittelt | höchstens 3 % plus 20 % USt | 3.821,76 € |
| Summe | 114.865,12 € |
Sätze laut oesterreich.gv.at und Finanzministerium. Die Maklerprovision von 3 % gilt ab einem Kaufpreis von 48.448,52 Euro.
Nicht in der Summe enthalten sind Kaufvertrag und Treuhandschaft durch Notar oder Anwalt, laut oesterreich.gv.at ungefähr 1 bis 3 Prozent des Kaufpreises. Wer mit Kredit kauft, zahlt für die Eintragung des Pfandrechts zusätzlich 1,2 Prozent vom Wert des Pfandrechts.
Die befristete Befreiung von der Eintragungsgebühr für Eigenheime ist ausgelaufen. Sie galt für Grundbuchsanträge, die bis 30. Juni 2026 beim Gericht eingelangt sind, und setzte voraus, dass auf dem Grundstück der Hauptwohnsitz entsteht (Justizministerium).
Ebenfalls nicht im Quadratmeterpreis stecken die Anschlüsse. Den einmaligen Kanalisationsbeitrag errechnet die Gemeinde aus der Bruttogeschossfläche des Gebäudes mal einem Einheitssatz, den der Gemeinderat festlegt. Leibnitz, Wagna und Tillmitsch leiten ihr Abwasser gemeinsam über den Abwasserverband Leibnitz-Wagna-Kaindorf ab, die Sätze legt trotzdem jede Gemeinde selbst fest.
Erben oder schenken: der Wert fürs Finanzamt
Die Gemeindetabelle hat eine zweite, amtliche Funktion. Wer ein Grundstück erbt oder geschenkt bekommt, zahlt die Grunderwerbsteuer nicht vom Kaufpreis, sondern vom Grundstückswert. Den dürfen Sie mit den Durchschnittspreisen von Statistik Austria ermitteln: Laut Finanzministerium beträgt der Grundstückswert dann 71,25 Prozent des so errechneten Werts. Die Tabelle 2025 gilt, wenn die Steuerschuld ab 1. Juni 2026 entstanden ist.
Ein Beispiel: 1.000 m² Baugrund in Wildon ergeben mit 106,30 Euro je Quadratmeter 106.300 Euro, davon 71,25 Prozent sind ein Grundstückswert von 75.738,75 Euro. Für Erbschaften und Schenkungen gilt der Stufentarif - 0,5 Prozent auf die ersten 250.000 Euro, 2 Prozent auf die nächsten 150.000 Euro, darüber 3,5 Prozent. Im Beispiel fallen 378,69 Euro Grunderwerbsteuer an.
Zwei Einschränkungen: Erwerbe zwischen denselben Personen innerhalb von fünf Jahren werden zusammengerechnet. Und für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, also auch Weingärten und Wald, bleibt der Einheitswert die Bemessungsgrundlage. Wer nachweisen kann, dass der gemeine Wert niedriger liegt, etwa mit einem Gutachten, darf diesen ansetzen.
Was ein Haus oder eine Wohnung im Bezirk kostet
Für Häuser rechnet Statistik Austria in Euro je Quadratmeter Wohnfläche und unterscheidet nach Grundstücksgröße, Baujahr und Wohnfläche. Für ein Haus mit 100 bis 140 m² Wohnfläche gelten im Bezirk Leibnitz diese Werte:
| Grundstück | Baujahr bis 1960 | 1961 bis 1990 | ab 1991 |
|---|---|---|---|
| unter 870 m² | 1.830 € | 2.040 € | 2.986 € |
| 870 bis 1.240 m² | 1.919 € | 2.259 € | 2.902 € |
| über 1.240 m² | 1.777 € | 2.277 € | 3.061 € |
Euro je m² Wohnfläche, Häuser mit 100 bis 140 m² Wohnfläche, Verkäufe 2021 bis 2025. Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise für Häuser, Tabelle 2025.
Ein Haus ab Baujahr 1991 mit 120 m² Wohnfläche auf 1.000 m² Grund kommt damit auf 2.902 Euro je Quadratmeter, also 348.240 Euro. Dasselbe Haus mit Baujahr bis 1960 liegt bei 230.280 Euro. Den Grund rechnen Sie dabei nicht extra dazu, er steckt in der Grundstückskategorie. Kleine Häuser sind je Quadratmeter teurer: unter 100 m² Wohnfläche, ab 1991 und auf mittlerem Grund sind es 3.577 Euro.
Eigentumswohnungen ab Baujahr 1991 mit 57 bis 78 m² kosten im Bezirk mit Balkon, Terrasse oder Garten 2.966 Euro je Quadratmeter, ohne Außenfläche 2.760 Euro. Eine Loggia zählt dabei nicht als Außenfläche. Eine 70-m²-Wohnung mit Balkon kommt so auf 207.620 Euro.
Im Vergleich mit dem Land sind Häuser im Bezirk teurer, Wohnungen günstiger. Der Median der Verkäufe 2025 lag bei 2.599 Euro je Quadratmeter für Häuser (Steiermark 2.421 Euro) und 2.457 Euro für Wohnungen (Steiermark 2.750 Euro). In der Stadt Leibnitz waren es 2.686 und 2.644 Euro. Wer ein bestimmtes Objekt einschätzen lassen will, findet Ansprechpartner unter den Immobilienmaklern in Leibnitz.
Vor dem Kauf: Widmung und Grundbuch
Weil die Widmung in die Durchschnittspreise nicht einfließt, sagt der Gemeindewert nichts darüber, ob ein bestimmtes Grundstück bebaut werden darf. Das zeigt der Flächenwidmungsplan, den das Land für alle steirischen Gemeinden im Digitalen Atlas Steiermark online stellt. Beschlossen wird der Plan vom Gemeinderat, bei Fragen zum aktuellen Stand hilft das Gemeindeamt weiter - in Leibnitz die Stadtgemeinde am Hauptplatz.
Wem ein Grundstück gehört und ob Pfandrechte, ein Wegerecht oder ein Vorkaufsrecht eingetragen sind, steht im Grundbuch. Einsicht und Auszüge gibt es im Servicecenter des Bezirksgerichts Leibnitz in der Kadagasse. Den Kaufvertrag und die treuhändige Abwicklung übernehmen Notare oder Rechtsanwälte.
Häufige Fragen
Was kostet ein Quadratmeter Baugrund in Leibnitz?
In der Stadt Leibnitz 132,70 Euro, gerechnet aus den Verkäufen von 2021 bis 2025. Statistik Austria wertet Leibnitz dabei gemeinsam mit Wagna aus. Im Schnitt des ganzen Bezirks sind es 69,70 Euro je Quadratmeter.
Wo ist Baugrund im Bezirk Leibnitz am günstigsten?
In Arnfels, Oberhaag und Sankt Johann im Saggautal mit 40,80 Euro je Quadratmeter, knapp dahinter Sankt Veit in der Südsteiermark mit 42,00 Euro sowie Gabersdorf und Schwarzautal mit 43,20 Euro. Ein Grundstück mit 800 m² kostet dort rund ein Drittel dessen, was es in Leibnitz oder Wagna kostet.
Sind die Grundstückspreise im Bezirk Leibnitz gesunken?
In der aktuellen Auswertung ja: Der Bezirksschnitt fiel von 75,60 auf 69,70 Euro, ein Minus von 7,8 Prozent, und in allen 29 Gemeinden liegt der Wert unter der Vorperiode. Über zehn Jahre bleibt ein deutliches Plus: 2016 lag der Schnitt bei 44,60 Euro.
Warum nennen manche Seiten 165 Euro für Leibnitz?
Das ist der Wert der Vorperiode mit Verkäufen von 2020 bis 2024. Die neue Tabelle für 2021 bis 2025 hat Statistik Austria am 28. Mai 2026 veröffentlicht, darin liegt Leibnitz bei 132,70 Euro.
Welche Nebenkosten fallen beim Grundstückskauf an?
3,5 Prozent Grunderwerbsteuer und 1,1 Prozent Eintragungsgebühr fürs Grundbuch, bei Vermittlung höchstens 3 Prozent Maklerprovision plus 20 Prozent Umsatzsteuer. Dazu kommen Kaufvertrag und Treuhand mit ungefähr 1 bis 3 Prozent und bei einem Kredit 1,2 Prozent für die Eintragung des Pfandrechts.
Gilt die Befreiung von der Grundbuchsgebühr noch?
Nein. Die Befreiung für Eigenheime galt nur für Grundbuchsanträge, die bis 30. Juni 2026 beim Gericht eingelangt sind.
Gilt die Tabelle auch für eine Erbschaft oder Schenkung?
Ja, für unbebaute Grundstücke. Der Grundstückswert beträgt 71,25 Prozent von Fläche mal Gemeindewert, die Tabelle 2025 ist ab einer Steuerschuld ab 1. Juni 2026 anzuwenden. Für Weingärten, Äcker und Wald gilt weiterhin der Einheitswert.
Wie teuer ist der Bezirk Leibnitz im Vergleich zur übrigen Steiermark?
Unter den 13 steirischen Bezirken liegt Leibnitz auf Platz 7. Deutlich teurer sind Graz mit 430,30 Euro und Graz-Umgebung mit 132,00 Euro, am günstigsten ist die Südoststeiermark mit 35,70 Euro je Quadratmeter.
Stand: 10. September 2026 · Grundstücks-, Haus- und Wohnungspreise nach den Immobilien-Durchschnittspreisen von Statistik Austria (Tabellen 2016 bis 2025 und Sonderauswertung, erstellt am 28. Mai 2026) und der Pressemitteilung vom 28. Mai 2026; Vorperiodenvergleich, Grundstücksgrößen und Korrelationen aus dem Bericht Immobiliendurchschnittspreise auf regionaler Ebene 2021-2025 des Landes Steiermark; Portalwerte von grundstueckspreise.at; Steuern und Gebühren nach Finanzministerium, Justizministerium und oesterreich.gv.at. Alle Angaben ohne Gewähr.