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Katastralgemeinde

Oberlupitscheni in Leibnitz

Oberlupitscheni ist der südlichste Teil von Leibnitz und der am dünnsten bebaute. Fast neun Zehntel der 2,73 Quadratkilometer sind Wald, Äcker und Wiesen, dazwischen liegen 15 Hektar Weingärten und eine eigene amtliche Weinriede. In der Ortschaft lebten Anfang 2026 125 Menschen, knapp ein Drittel weniger als 2001.

OberlupitscheniAngabe
KatastralgemeindeOberlupitscheni, Nummer 66156
Fläche2,73 km²
Einwohner der Ortschaft125 am 1. 1. 2026, 182 im Jahr 2001
Nutzung43 % Wald, 44 % Äcker und Wiesen, 15,4 ha Weingärten
Gemeindeseit 2015 Leibnitz, davor Seggauberg
NachbarnSchönegg, außerhalb die Gemeinden Wagna, Gamlitz, Heimschuh und Ehrenhausen an der Weinstraße
Postleitzahl8430
Die Katastralgemeinde Oberlupitscheni (grün) im Süden von Leibnitz, nördlich davon die übrigen acht Katastralgemeinden. Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Am Rand der Stadt

Innerhalb von Leibnitz grenzt Oberlupitscheni nur an Schönegg. Alle übrigen Grenzen sind Gemeindegrenzen: zur Katastralgemeinde Aflenz in Wagna, zu Grubthal und Labitschberg in Gamlitz, zu Unterfahrenbach in Heimschuh und zu Unterlupitscheni, das heute zu Ehrenhausen an der Weinstraße gehört. Bis 2014 war Unterlupitscheni ein Teil von Retznei, Oberlupitscheni einer der Gemeinde Seggauberg, die mit ihren vier Katastralgemeinden 11,0 Quadratkilometer umfasste. Durch die Katastralgemeinde fließt der Weissenbach, der über den Retzneibach in die Mur mündet.

Wald, Wiesen und eine eigene Riede

Laut Kataster des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen sind 43 Prozent der Katastralgemeinde Wald, 118 Hektar, und weitere 44 Prozent Äcker, Wiesen und Weiden. Weingärten machen 15,4 Hektar aus, knapp sechs Prozent. Bebaut ist dagegen nur knapp ein Prozent der Fläche, der Kataster zählt 144 Gebäude.

Trotz des geringen Anteils trägt der Ort einen Riedennamen: „Oberlupitscheni“ ist in der steirischen Weinbaurieden-Verordnung als eigene Weinriede festgelegt.

Weniger Einwohner als vor 150 Jahren

Das Historische Ortslexikon der Akademie der Wissenschaften zählt für Oberlupitscheni 1869 42 Häuser mit 204 Einwohnern. Den höchsten Stand erreichte die Ortschaft 1951 mit 257 Einwohnern. Seither geht die Zahl zurück: 2001 waren es 182, 2011 noch 173, und Anfang 2026 nach Statistik Austria 125. Die Zahl der Häuser ist dagegen gestiegen, von 49 im Jahr 1951 auf 66 im Jahr 2011.

Bio-Tofu vom Hof Gody

Der bekannteste Betrieb der Katastralgemeinde ist ein Bauernhof mit ungewöhnlichem Produkt. Der Hof „Gody“ in der Grubtaler Grenzstraße 58 ist seit 1870 im Besitz der Familie Draxler. Ab 1995 hielt Peter Draxler hier Schafe, 2022 wurde die Schafhaltung aufgegeben und der Hof umgestellt. Seit 2024 machen Peter und Thomas Draxler unter dem Namen Hoftofu Tofu aus Sojabohnen, die sie selbst anbauen, vorwiegend mit eigenem Sonnenstrom und Holzenergie. Der Hof und seine Felder sind biozertifiziert. Weitere Direktvermarkter stehen unter Hofläden in Leibnitz.

Im Osten der Katastralgemeinde, am Lupitscheniweg 25, sitzt VehovecClassics von Alois Vehovec, eine Werkstatt für historische Fahrzeuge, Motoreinstellungen und Motorenbau.

Zu Fuß durch Oberlupitscheni

Der Marienweg der Kapellenwege Leibnitz-Wagna führt über die Oberlupitschenistraße durch die Katastralgemeinde. Auf dem Weg zur Aflenzer Kapelle kommt er an einem Bildstock zur heiligen Maria vorbei. Die ganze Runde beginnt und endet an der Leibnitzer Stadtpfarrkirche und hat 212 Höhenmeter, ihr höchster Punkt liegt auf 388 Metern.

Häufige Fragen

Gehört Oberlupitscheni zu Leibnitz?

Ja, seit 1. Jänner 2015. Davor war Oberlupitscheni Teil der Gemeinde Seggauberg, die bei der Gemeindestrukturreform mit Leibnitz und Kaindorf an der Sulm zusammengelegt wurde. Unterlupitscheni gehört dagegen heute zu Ehrenhausen an der Weinstraße.

Wie viele Menschen leben in Oberlupitscheni?

Am 1. Jänner 2026 waren es laut Statistik Austria 125. Der Höchststand lag 1951 bei 257 Einwohnern.

Wo kann man in Oberlupitscheni Tofu kaufen?

Am Hof Gody der Familie Draxler in der Grubtaler Grenzstraße 58, der unter dem Namen Hoftofu Bio-Tofu aus eigenen Sojabohnen herstellt.

Stand: 22. Oktober 2026 · Flächennutzung nach der Regionalinformation des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen (Stand 31.12.2025); Einwohnerentwicklung nach dem Historischen Ortslexikon Steiermark und Statistik Austria; Riede nach der Steiermärkischen Weinbaurieden-Verordnung; Seggauberg 2014 nach den Gemeindedaten des Landes Steiermark; Hof Gody nach hoftofu.at; Bildstock nach den Kapellenwegen der Diözese; Marienweg nach steiermark.com. Grenzen und Lage nach OpenStreetMap.