Junges Unternehmen aus Lang will den Möbelbau verändern

Im Jöß-Gewerbegebiet in Lang hat sich Ende 2025 ein junges Unternehmen angesiedelt, das mit einem kleinen, grünen Kunststoffteil den Möbelbau effizienter und nachhaltiger machen will. Die Nescon GmbH, gegründet von Mag. Johannes Meßner und Philipp Gratz, startet im März 2026 mit ihrem ersten Produkt: dem Möbelverbinder Bolt 47.

Was steckt hinter dem Bolt 47?

In der modernen Möbelproduktion werden Holzplatten auf computergesteuerten Maschinen – sogenannten Nesting-CNC-Anlagen – zugeschnitten und bearbeitet. Diese Maschinen arbeiten ausschließlich von oben, weshalb herkömmliche Dübelverbindungen in die Seitenfläche der Platten nicht möglich sind. Dafür braucht es spezielle Verbinder, die nur über die Plattenoberfläche eingebracht werden.

Genau das leistet der Bolt 47. Der 47 Millimeter breite und 11 Millimeter hohe Verbinder wird direkt auf der CNC-Maschine eingefräst, mit Leim verklebt und eingepresst. Er besteht zu 70 Prozent aus recyceltem, verstärktem Kunststoff und wird abfallfrei produziert. Die Widerhaken und die geriffelte Oberfläche sorgen dafür, dass die Verbindung dauerhaft hält – und das ohne zusätzliches Werkzeug oder Spannmittel.

Schneller als die Konkurrenz

Was den Bolt 47 von den bestehenden Produkten am Markt unterscheiden soll, ist vor allem die Geschwindigkeit. Nescon gibt an, dass die Bearbeitung auf der Maschine nur halb so lang dauert wie bei vergleichbaren Verbindern anderer Hersteller. Da alle Arbeitsschritte über die Hauptspindel der Maschine laufen, entfällt der sonst nötige Werkzeugwechsel. Für Tischlereien und Möbelhersteller bedeutet das kürzere Produktionszeiten und niedrigere Kosten pro Werkstück.

Der Verbinder bietet außerdem eine Justiermöglichkeit von 2 Millimetern. Kleine Ungenauigkeiten beim Zusammenbau lassen sich dadurch problemlos ausgleichen – ein Vorteil, der im täglichen Werkstattbetrieb Zeit und Nerven spart.

Nachhaltigkeit aus dem Bezirk Leibnitz

Während vergleichbare Produkte aus HDF-Holzfaserplatten oder herkömmlichem Kunststoff gefertigt werden, setzt Nescon bewusst auf Recyclingmaterial. Der Bolt 47 besteht zu 70 Prozent aus recyceltem Kunststoff und wird in einem Zero-Waste-Verfahren hergestellt. Gleichzeitig ist das Material robuster als Holzwerkstoff-Verbinder, weil es unempfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit ist – ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Lagerung und im Einsatz.

Starke Partner von Anfang an

Für ein junges Unternehmen hat sich Nescon bereits namhafte Partner ins Boot geholt. Die passenden Fräswerkzeuge für den Bolt 47 liefert die Leitz GmbH & Co KG aus dem deutschen Oberkochen – einer der weltweit führenden Werkzeughersteller für die Holzbearbeitung. Leitz hat eigens Diamaster-Oberfräser für das Nescon-System entwickelt. Als weiterer Partner ist die RSO Group an Bord.

Direkt bestellen – oder zuerst testen

Der Bolt 47 wird über den firmeneigenen Onlineshop vertrieben und ist als Builder Pack mit 3.200 Stück zum Preis von 729,60 Euro netto erhältlich – das sind rund 19 Cent pro Verbinder. Die Lieferung innerhalb der EU ist versandkostenfrei. Wer den Verbinder zunächst ausprobieren möchte, kann über die Website eine kostenlose Musterbox anfordern. Diese enthält fünf Verbinder, eine Anleitung und einen vorgebohrten Holzblock zum Testen.

Zwei Gründer, ein Ziel

Hinter der Nescon GmbH stehen zwei Geschäftsführer: Mag. Johannes Meßner und Philipp Gratz, der auch die gewerberechtliche Geschäftsführung innehat. Die Gesellschaft wurde im Oktober 2025 im Firmenbuch eingetragen und ist seit Jänner 2026 operativ tätig. Der Unternehmensgegenstand umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Verbindungskomponenten für Möbel.

Mit dem Standort im Gewerbegebiet Jöß in der Gemeinde Lang reiht sich Nescon in die wachsende Zahl junger Unternehmen im Bezirk Leibnitz ein, die auf spezialisierte Nischenprodukte und internationalen Vertrieb setzen.

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